Featuring Tobias Knoof
Interview wurde geführt von Mario Carla
Wie bereits angekündigt ist es mir gelungen ein Interview mit Tobias Knoof zu führen, einem der deutschsprachigen Top Internet Marketer. Tobias ist nicht nur in sehr kurzer Zeit in die Bundesliga der Infobranche aufgestiegen und hat mit seinem StartupChecklisten ein solides Produkt zum Einstieg in den Markt digitaler Infoprodukte geliefert. Sondern er liefert in seinem Blog immer wieder sehr gute und wichtige Tipps rund um die Arbeit als Infomarketer.
Tobias, du bist innerhalb von nicht ganz 12 Monaten in die „Bundesliga“ der Infobranche aufgestiegen, zudem mittlerweile recht bekannt, hast einen trafficstarken Blog aus dem „Nichts“ erschaffen und mit den StartupChecklisten eines der ausgereiftesten Infoprodukte der Branche veröffentlicht. Was kann man da noch für Ziele für 2010 haben.
Hi Mario, danke erstmal für das Interview! Ja, Ziele kann man immer haben, ja sollte man immer haben. Und wenn man seine großen Ziele erreicht, dann steckt man sich natürlich neue, und vor allem keine kleineren Ziele. Das ist denke ich normal und auch Sinn der Sache, denn letztendlich geht es um Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitsentfaltung. Diese beiden Dinge treiben alles an, erklären alle Ziele und sind die Grundlage jedweden Erfolges. Es geht um Wachstum!
Natürlich habe ich mir auch für 2010 neue Ziele gesetzt. Persönlich möchte ich weiterhin viel Zeit zum Lesen, für meine Familie, Freunde und vor allem zum Reisen haben. Im Sommer werde ich mit Freunden den Jakobsweg pilgern. Solche Auszeiten finde ich sehr wichtig, sie bündeln wieder die Kräfte, bringen neue Ideen und Inspirationen sowie fremde Ansichten und Kulturen näher.
Beruflich soll es nicht weniger als das bisher beste und erfolgreichste Jahr für mich werden. Dafür habe ich mir einige spannende Sachen einfallen lassen, 2 neue Produkte werden folgen sowie viele hochwertige Blogposts auf www.Digitale-Infoprodukte.de. Klar, es geht um mehr Traffic, mehr Backlinks, einen größeren Emailverteiler und nicht zuletzt mehr Umsatz. Eben auch wieder Wachstum! Dazu möchte ich mein Englisch perfektionieren und endlich meinen Bootsführerschein machen. In der traumhaften Umgebung des Schwielowsees sollte letzteres kein Problem sein ![]()
In deinem Blog und in einigen Interviews hast du bereits durch die Blume gesagt, dass da ein neues großes Projekt in der Pipeline ist. Wie gehst du den generell beim Aufbau deiner neuen Produkte oder Projekte vor? Kannst du hier Einsteigern ein paar Tipps geben?
Schöne Frage! Im Prinzip gehe ich bei jedem neuen Projekt gleich vor, nämlich genauso, wie die zahlreichen Blogposts in der Infobranche das Suchen von Nischen für Einsteiger beschreiben. Ich setze mich also hin und fange an zu checken, welche Thematik eine Nische sein könnte.
Dabei muss ich natürlich mein jetziges Business berücksichtigen und kann nicht mehr „freestyle“ irgendeine Nische suchen, denn dann könnte ich meinen bisherigen Emailverteiler nicht mehr nutzen und würde bei den Leads von vorne anfangen. In einem gewissen Rahmen ist man sogar eingeschränkter, als wenn man sein Business komplett neu und von Null beginnend aufbaut.
Auch laufen im Blog einige Umfragen, mit welchen ich versuche herauszufinden, welche Informationen gewünscht sind, wie sie aufbereitet sein sollten und was generell die größten Probleme für Einsteiger im Online-Business sind. Erstaunlicherweise trifft man hier immer wieder auf die selben Aussagen: Webseitenerstellung, Traffic und Aufbau von Infoprodukten.
Sobald ich diese Informationen zusammengetragen habe, und das kann gut und gerne auch mal mehrere Wochen dauern, konzipiere ich das Infoprodukt in allen Einzelheiten und organisiere mir anschließend den Content. Das heißt, ich recherchiere, lese mich ein schau nach passenden Contentquellen und analysiere bisherige ähnliche Produkte um zu verstehen, was daran gut ist und was man besser machen könnte.
Habe ich auch diese Punkte erstelle ich mir einen kompletten Leitfaden sowie einen ausgefeilten Prelaunch-Ablauf. Erst wenn diese Dinge fertig sind geht es an die Contenterstellung und das Webdesign.
Welche Tipps würdest du Einsteigern bei der Erstellung ihres ersten Infoproduktes geben? Und was sollten diese auf keinen Fall tun?
Auf keinen Fall versuchen, das perfekte Infoprodukt zu entwickeln. Denn das ist auch verschiedenen Gründen generell nie möglich. Erstens empfindet jeder Kunde das Produkt dann letztendlich anders, da jeder Kunde einen anderen Wissensstand zu dieser Thematik hat. Zweitens entwickelt man das Produkt aufgrund des eigenen Kontextes zu dieser Thematik. Da man aber nie aus lernt und bereits Tage später einen viel tieferen Wissensstand haben kann, würde die Erstellung eines perfekten Produktes eine niemals endende Odyssee werden.
Es gibt kein perfektes Produkt, wer das nicht glaubt ist Perfektionist. Doch Perfektionisten sind nicht die, die das große Geld machen und sehr erfolgreich sind. Sie gehen eher an ihren eigenen extrem hohen Ansprüchen zugrunde und verzetteln sich vom Hundertste ins Tausendste.
Selbstverständlich ist es absolut in Ordnung und auch richtig sehr hochwertige Produkte erstellen zu wollen, ich bin auch jemand, der das wirklich lebt. Aber man muss eine Grenze ziehen, und mir persönlich zeigt das bekannte Paretoprinzip die Grenze. Das Paretoprinzip, auch Pareto-Effekt genannt (oder 80-zu-20-Regel), besagt, dass 80 % der Ergebnisse in 20 % der Gesamtzeit eines Projekts erreicht werden. Die verbleibenden 20 % eines Projektes (damit es perfekt wird) verursachen nochmal 80 % der Zeit. Hier drehen sich die Verhältnisse um und daher ist hier für mich Schluss.
Gut, wir haben nun ein neues Infoprodukt. Wie geht es weiter? Was sind deiner Meinung nach die nächsten Schritte? Und wie genau würdest du den Verkaufsprozess aufbauen, um möglichst maximale Gewinne zu erwirtschaften?
Wenn das neue Produkt fertiggestellt ist, versende ich es grundsätzlich erst einmal an meine Betatester. Diese können es dann in den nächsten Tagen durcharbeiten, bewerten, testen und analysieren – selbstverständlich kostenlos. In dieser Zeit fange ich dann an das Webdesign, Coverdesign, die Verkaufsbuttons usw. zu erstellen. Habe ich diese Dinge, geht es ans „Eingemachte“, an den Verkaufsflow.
Dieser wird letztendlich alle bisherigen Investitionen monetarisieren, oder eben auch nicht. Wenn man hier schlampt, kann man unter Umständen das ganze Projekt begraben. Es ist alles wichtig, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen, dass ist der wichtigste Punkt, denn auch mit einem „billigen“ Webdesign und einem „naja“ Produkt kann man mit dem richtigen Verkaufsflow jede Menge Geld verdienen. Andersherum funktioniert das meist nicht, ein herausragendes Produkt mit einem super Webdesign kann von einem miserablen Verkaufsflow regelrecht zerstört werden.
Ich hatte es bereits in einem anderen Interview einmal anklingen lassen und werde es hier gerne nochmal kurz erläutern. Am besten geht man folgendermaßen vor: Die meisten Verkaufsseiten haben einen ganz einfachen Verkaufsflow. Es gibt eine Verkaufsseite (Schritt 1) mit einem „Jetzt kaufen” Button. Klickt man darauf, wird man meist zu Paypal (Schritt 2) weitergeleitet, nimmt die Zahlung vor und anschließend wird man zurück auf die Downloadpage (Schritt 3) geleitet. Dieser Verkaufsflow wird wahrscheinlich von 95% aller Webmaster und Infomarketer genutzt, ist jedoch ziemlich unwirtschaftlich.
Amerikanische Verkaufsflows funktionieren völlig anders. Sie generieren nicht nur sehr viel höhere Umsätze mit der selben Anzahl von Kunden, sie generieren auch noch neuen Traffic, sammeln Leads, machen alle Kunden zu Affiliates und bieten den Partnern umfangreiche Werbemittel an. Meist beginnen diese Verkaufsflows nicht mit einer klassischen Verkaufsseite, sondern mit einer Anmeldeseite bzw. Optin-Page, also einer Seite, auf welcher ein hochwertiges Freebie gegen die Emailadresse und den Vornamen des Kunden verschenkt wird.
Eine Anmeldeseite mit Freebie als „Einstiegspunkt” in den Verkaufsflow hat immense Vorteile bei der Bewerbung der Webseite. Bei Adwords werden beispielsweise viel höhere Click-Through-Rates erreicht, da man mit etwas kostenfreien wirbt. In gebuchten Newslettern erreicht man viel höhere Öffnungs- und Klickraten, bei Bannerkampagnen ebenfalls, bei Affiliates, welche das Partnerprogramm der Seite nutzen entstehen auch höhere Konversionrates, denn alle Werbemittel werben mit dem gratis Freebie, welches auf der Anmeldeseite vorgestellt wird und was immer zu höheren Konversionrates führt. Das heißt, dass viel mehr Traffic in den Verkaufsflow geleitet wird als normalerweise und das man, wenn der Kunde doch nichts kauft, zumindest seine Email hat und so noch weitere Chancen erhält, ihn als Kunde zu gewinnen.
Wow, dass du dich mit Verkaufsprozessen auskennst, ist offensichtlich. Stammen diese Kenntnisse aus deiner Analyse der tausenden von Webseiten und Infoprodukten? Und kannst du uns generell noch etwas zu den Analysen sagen. Machst du diese noch und wie genau gehst du dabei vor?
Ja, ich mache diese Analysen permanent. Ich veröffentliche jedoch meist nicht die Analyse oder das Ergebnis davon. Ich beschreibe im Blog dann eher generelle Erkenntnisse, wie den eine Verkaufsseite aufgebaut sein muss, wie eine Landingpage mit Video, wie ein Verkaufstrichter, wie ein Werbetext oder wie eine Headline, damit sie funktioniert. Das bringt den Leuten wesentlich mehr, da sie die Essenz sofort vor sich haben und anwenden können. Müssten sie erst die Hunderte von Ergebnissen studieren und sich eigene Schlussfolgerungen daraus ziehen, würden die Erfolge erheblich länger auf sich warten lassen.
Im Prinzip suche ich mir erstmal die Webseiten und Infoprodukte raus, welche mir bei meiner Entwicklung als Infomarketer behilflich sein könnten. Ich kaufe mir das Produkt und lese mir dabei akribisch jede einzelne Seite durch, gehe Schritt-für-Schritt durch den Verkaufsflow, schaue was passiert, wo ich hin geleitet werde und so weiter. Danach erstelle ich mir meist ein Organigramm bzw. eine Flowchart, um den kompletten Verkaufsprozess zu visualisieren. Hier sieht man dann schnell, auf welchem „Level“ der Webmaster ist. Auch ungefähre Umsätze kann man sich so besser ausrechnen, da man sich ungefähre Trafficzahlen über Alexa oder entsprechende Keywords ebenfalls im Web raus suchen kann.
Danach schaue ich mir natürlich sehr genau die Produkte an, lese, höre und schaue sie durch. So bekommt man irgendwann ein feines Gespür dafür, was wirklich gut ist und gut funktioniert und was weniger geeignet ist, um Einsteigern weiterzuhelfen. Wenn man auf diese Art und Weise dann einmal Hunderte oder noch mehr Produkte und Webseiten analysiert hat, dann weiß man sehr genau, was in der Infobranche abgeht, wer „mitspielt“, wer welchen Ruf hat, was funktioniert, was ankommt, was gewünscht ist oder wie sich die Infobranche im gesamten höchstwahrscheinlich weiterentwickeln wird.
Du giltst als außergewöhnlich kompetenter und hilfsbereiter Marketer und genießt einen sympathischen Ruf, was man nicht von allen Geschäftsleuten im Internet behaupten kann. Ist das einfach nur geschicktes Marketing?
Nein, um Gottes willen, wenn man so einen Ruf künstlich „pushen“ würde und nur ein Blogger oder Webmaster so einer „Imagekampagne“ auf die Schliche kommen würde, könnte so etwas verheerende virale Folgen haben. Ich habe solche „Aufdeckungen“ teilweise schon in amerikanischen Blogs mitbekommen, die dahinter stehenden Firmen existieren heute nicht mehr.
Und diese Vorgehensweise ist auch eine, welche ich grundlegend und ganz dringend jedem abraten würde. Klar, es geht um Marketing, und man möchte sich und seine Produkte in einem positiven Licht darstellen. Dagegen ist nichts einzuwenden, doch einen künstlichen herausragenden Ruf zu schaffen, gleicht dem Spiel mit einer Seifenblase und das Business kann innerhalb kürzester Zeit zerplatzen.
Das ich als kompetent und hilfsbereit wahrgenommen werde, freut mich natürlich und ich denke das es grundlegende Charakterzüge von mir sind, welche sich auch im gesamten Blog von www.Digitale-Infoprodukte.de widerspiegeln. Aber das können andere Leute besser einschätzen. Meines Erachtens muss man einfach nur sauber arbeiten, sein Ding durchziehen, immer weiter lernen und lesen und so letztendlich seine eigenen Persönlichkeit entwickeln. Die Leute sind ja nicht dumm, sie merken durchaus, wer etwas auf der „Kirsche“ hat und wer nur heiße Luft fabriziert.
Die Infobranche hat eine große Zukunft in Sachen „Geld verdienen im Internet“ vor sich, so zumindest die Meinung der meisten Kollegen, aber auch vielen anderen Webmastern. Teilst du diese Meinung und wenn ja, wo siehst du generell die Infobranche in den nächsten 24 Monaten?
Ich glaube, ich verrate nichts neues, wenn ich sage, dass das Potential wirklich gewaltig ist. Man muss sich doch nur mal folgende Zahlen vor Augen führen. Wir leben gegenwärtig in einer Revolution, der Informationsrevolution. Unübersehbar ist, wir schwimmen in Informationen. Es gibt mittlerweile Milliarden von Webseiten, Millionen von Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen, Ebooks, Hörbüchern, Podcasts, Feeds, Videos, Blogs, Dokumente und sonstige Informationen.
Nahezu 100 Milliarden Emails werden täglich weltweit versandt. Jeden Tag kommen über 70 Millionen neue Webseiten im Internet hinzu. Insgesamt gibt es bereits mehr als 60 Milliarden einzelne Webseiten, verteilt auf 130 Millionen Domains. Hunderttausende von Terabytes werden täglich im Internet an Daten getauscht. Allein Google erzeugt einen Traffic von 50.000 Terabyte Daten pro Tag! Das sind 50 Millionen Gigabyte! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!
Insider schätzen, dass das sogenannte Deepweb, also Seiten die noch gar nicht indexiert wurden oder nicht indexiert werden wollen, mindestens 5-10 mal größer ist. Dazu kommen weltweit Millionen von Forschern, Entdeckern, Erfindern, Wissenschaftlern, Autoren, Texter und Wissensarbeiter, welche aus vorhandenen Informationen durch Kombination und Kreativität neues Wissen schaffen. Diese ganzen Daten werden zum größten Teil von Menschen erzeugt, welche das Internet nutzen, also knapp einem Drittel der Weltbevölkerung.
Bis 2015 sollen laut WSIS (Weltgipfel zur Informationsgesellschaft) jedoch 50% der Menschheit Online sein. Wenn man nun noch das implizite Wissen jedes einzelnen Menschen hinzurechnet, also das Wissen, was im Kopf steckt und welches man durch Kommunikation, Gedankenaustausch und neue Technologien wie dem Internet an die “Oberfläche” bringen könnte, dann haben wir eine Menge an Informationen, welche geradezu unfassbar ist.
Ich weiß nicht, wie klar man es noch ausdrücken muss, dass praktisch jeder die Chance hat, auf lukrative Art und Weise von zu Hause aus Informationen im Internet zu verkaufen, und das fast ohne Kostenaufwand. Natürlich muss man das ganze erstmal lernen, wie es funktioniert, doch das muss ich doch als Bankkaufmann, Blumenzüchter, Automechaniker oder Physiotherapeut auch!
Zum Schuss noch eine letzte Frage, welche auch mir öfters gestellt wird. Wo beziehst du eigentlich Informationen und dein „Insiderwissen“ her? Gibt es da irgendwelche geheimen Quellen, ist es einfach nur Fleiß und Disziplin oder auch ein Stück weit die jahrelange Erfahrung aus deinen umfangreichen Analysen im Infobusiness?
Naja, es ist natürlich von jedem etwas. Klar, die tausenden Analysen haben mir sehr geholfen, aber ich lese auch sehr viel in Blogs und studiere bis zu 3 Fachbücher pro Woche. Daher würde ich mich durchaus zu einem ausgesprochenen Vielleser zählen, und das ist denke ich der entscheidende Punkt. Wenn man nur einen kleinen Artikel über „Wie schreibe ich ein Ebook“ ließt, hat sicher einige gute Anregungen. Liest man jedoch Dutzende Fachartikel, Blogposts und 20 Fachbücher darüber, ist es vollkommen klar, wie es funktioniert, wenn auch erstmal nur theoretisch.
Doch aller Praxis geht die Theorie voraus. Daher ist Lernen von äußerster Bedeutung. Egal was man im Leben erreichen will, was man vor hat, plant, träumt, arbeiten oder tun will, wenn man Erfolg anstrebt, muss man die Sache vorher geplant, durchdacht oder zumindest in Erwägung gezogen haben. Diesem in Erwägung ziehen geht jedoch eine Informationsaufnahme voraus, schließlich kann man ja nichts in Erwägung ziehen, was man nicht kennt oder weiß.
Wenn Sie nicht wissen, das es Hawaii gibt, können Sie niemals eine Reise nach Hawaii planen. Es liegt einfach nicht in ihrem Möglichkeitsspektrum. Diese Erkenntnis mag banal anmuten, doch allzuviele Menschen berücksichtigen diesen Umstand in ihrem eigenen Leben nicht. Aller Praxis geht die Theorie voraus. Ob man es will oder nicht, ob es einem zusagt oder nicht, vor der Paxis, vor der Handlung also, kommt die Informationsaufnahme. Dieses Prinzip ist für alle gleich, egal ob man Millionär, Arbeitsloser, Selbstständiger, Politiker, Sportler oder sonst wer ist.
Selbst die kleinste Hundehütte muss der Architekt sich erst geistig vorstellen und im Kopf planen. Doch eine Vorstellung kann er sich nur im Kontext seiner bisherigen Erfahrungen, aufgenommenen Informationen zum Thema Architektur oder seiner Hausbesichtigungen machen. Ein Architekt der statt 10 Häuser bereist 100 konstruiert hat, wird wesentlich mehr Erfahrung und KnowHow haben. Deswegen kommt es darauf an, so schnell wie nur irgend möglich zu lernen. Denn durch gelerntes (Sinneseindrücke) entstehen Konditionierungen, durch Konditionierungen entstehen Glaubenssätze, durch Glaubenssätze entstehen Handlungen und durch Handlungen entstehen neue Referenzerlebnisse, hin zur “selbsterfüllenden Prophezeiung”.
Mein Tipp währe daher abschließend: Überlegen Sie sich ganz genau, was Sie in Zukunft lernen und an Informationseindrücken aufnehmen wollen, welche Gespräche Sie führen, welches Buch Sie lesen und welchen Film Sie sehen oder welches Hörbuch Sie hören wollen. Ihr Gehirn ist bei der Geburt ein unbeschriebenes Blatt. Sie beschreiben es durch Ihre Sinneseindrücke, und zwar Ihr ganzes Leben lang. Lebenslanges Lernen ist die stetige Aufnahme verschiedener Eindrücke über die eigenen Sinne, und zwar in dem Maße, wie die eigenen Sinne entwickelt sind. Die Summe dessen läßt Sie glauben, das etwas so ist oder nicht. Was gibt es also besseres als “Sinnesenticklung”, was im Prinzip nur durch stetiges Lernen erreicht werden kann. Und genau dieses stetige Lernen wird Sie auch zum Erfolg führen, Online wie Offline, beruflich wie privat, finanziell wie intellektuell!
Vielen Dank Tobias für das spannende Interview. Ich habe auch den Eindruck 2010 wird es den angesprochenen „Ruck“ im gesamten Infobusiness sehen, zu deutlich und einleuchtend sind die Vorteile mit digitalen Produkten, brechen sie doch vollkommen aus den „normalen“ Lebenszyklen physischer Produkte aus. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit allem was du tust!
Danke, dir natürlich auch alles Gute und viel Erfolg!
…
Alles Gute!
Mehr Informationen zu Tobias Knoof findest du auf seinem Blog und seiner Webseite.
Auf guten Erfolg im Internet!
Mario
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Interview ENDE
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